ABGELEGENE FELSBUCHT BEI BETLEM
Die Platja des Caló (auch Caló de Betlem genannt) liegt im Nordosten Mallorcas am nördlichen Ende der Bucht von Alcúdia, zwischen Betlem und dem Cap Ferrutx.
Sie gehört zu den ruhigeren, naturbelassenen Badeplätzen dieser Region und ist nur mit etwas Aufwand erreichbar. Mehr über die benachbarten Buchten erfährst Du im Beitrag Strände von Betlem.
LAGE UND LANDSCHAFT
Die Bucht liegt unterhalb einer steil abfallenden Küstenlinie und ist geprägt von Felsen, Kies und spärlicher Vegetation.
Der gesamte Küstenabschnitt zwischen Betlem und Cap Ferrutx gehört zu den ursprünglichsten Landschaften Mallorcas. Kleine Buchten wechseln sich mit felsigen Abschnitten ab und bieten immer wieder freie Blicke auf das offene Meer.
In unmittelbarer Umgebung finden sich weitere kleine Badeplätze.
Ich habe am 22.01.2022 hunderte von Fotos gemacht, die dann aber irgendwie leider bei der Datenübertragung verloren gegangen sind.
Zum Glück hatte ich ein Etappenvideo gemacht, da sind zumindest ein paar der Fotos erhalten geblieben:
STRAND UND BADEBEDINGUNGEN
Die Platja des Caló ist ein Fels- und Kiesstrand mit einzelnen sandigen Bereichen im Wasser.
Der Einstieg ist steinig, weshalb Badeschuhe empfehlenswert sind.
Das Wasser ist in der Regel sehr klar und eignet sich gut zum Schnorcheln. Durch die offene Lage kann es bei Wind jedoch zu stärkerem Wellengang kommen.

ERREICHBARKEIT UND ANREISE
Die Bucht ist nicht direkt mit dem Auto erreichbar.
Der Zugang erfolgt in der Regel über Betlem. Von dort führt ein Küstenpfad entlang der felsigen Landschaft zur Platja des Caló.
Die Gehzeit beträgt – je nach Tempo und Route – etwa 45 Minuten bis eine Stunde pro Strecke.
Die Wanderung ist landschaftlich reizvoll, erfordert jedoch etwas Kondition, wenn man Strandtaschen und Zubehör schleppen muss.
👉 Der Weg ist Teil des Erlebnisses – und gleichzeitig der Grund, warum die Bucht nicht überlaufen ist.
PARKEN – WICHTIGER HINWEIS
Achtung, die Gemeinde von Betlem ist gnadenlos und zockt Tag und Nacht Touristen ab. 80 Euro und ich stand nicht mal im Parkverbot, sondern nur am Straßenrand, in einer Seitenstraße. Ich habe weder jemanden behindert, noch wild geparkt. In der Retrospektive macht das den Ort Betlem sehr unsympathisch.
INFRASTRUKTUR UND CHARAKTER
Die Platja des Caló ist ein reiner Naturstrand ohne jegliche Infrastruktur.
Es gibt keine Gastronomie, keine Toiletten, keine Liegen oder Sonnenschirme.
Verpflegung und Wasser müssen mitgebracht werden.
Gerade diese fehlende Infrastruktur sorgt für die ruhige und unverbaute Atmosphäre der Bucht.
ATMOSPHÄRE UND NUTZUNG
Die Bucht wird überwiegend von Wanderern, Einheimischen und Besuchern genutzt, die bewusst abgelegene Orte aufsuchen.
Selbst in den Sommermonaten bleibt die Platja des Caló vergleichsweise ruhig.
EINDRÜCKE
Die Platja des Caló ist kein Strand für den schnellen Besuch.
Man muss ein Stück laufen – aber genau das macht den Reiz aus.
Wer den Weg in Kauf nimmt, findet eine ruhige, klare und wenig verbrauchte Küstenlandschaft.
WAS IST DAS FÜR EIN BAUWERK?
Der „Bootsanleger“, den du siehst, ist sehr wahrscheinlich eine historische Slipanlage (Varadero / Escar).
Typisch für Mallorca.
Funktion:
- Boote wurden vom Land ins Wasser gezogen
- oder aus dem Wasser an Land geholt
- meist mit Rollen oder Holzschlitten
Das erklärt:
👉 die gerade Linienführung
👉 die massive Bauweise
👉 die Ausrichtung ins Wasser
WER HAT DAS GENUTZT?
Nicht Piraten im klassischen Sinne, sondern deutlich bodenständiger:
1. Fischer (Hauptnutzer)
Die Küste rund um Betlem war immer ein Fischereigebiet.
Solche Anlagen waren essenziell, um kleine Boote sicher zu bewegen.
2. Küstenhandel (lokal)
Vor der Erschließung durch Straßen lief viel Transport über See:
- Baumaterial
- landwirtschaftliche Produkte
- Versorgungsgüter
3. Schmuggel (sehr wahrscheinlich)
Die Nordküste Mallorcas war historisch prädestiniert für Schmuggel:
- abgelegen
- schwer zugänglich
- wenig Kontrolle
Gerade im 19. und frühen 20. Jahrhundert spielte das eine Rolle.
UND PIRATEN?
Mallorca hatte definitiv Piratenprobleme – vor allem zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert.
Aber:
👉 Für dauerhafte Anlagen wie diese spricht eher organisierte Nutzung (Fischer / Handel)
👉 Piraten nutzten eher temporäre Anlandungen, keine festen Bauwerke
EINORDNUNG
Die Platja des Caló ist damit:
👉 kein klassischer Strand
👉 sondern ein historischer Nutzpunkt an der Küste
Und genau das macht sie spannend –
sie erzählt mehr Geschichte als viele „schöne“ Strände.
EINSCHÄTZUNG
Die Platja des Caló ist eine Bucht für Besucher, die Ruhe suchen, gerne wandern und auf Komfort verzichten können.
Für einen klassischen Strandtag ist sie weniger geeignet.
Für Natur und Klarheit hingegen sehr.
KURZBEWERTUNG
Erreichbarkeit ⭐⭐☆☆☆
Wasserqualität ⭐⭐⭐⭐☆
Ruhe ⭐⭐⭐⭐⭐
Familienfreundlich ⭐⭐⭐⭐☆
Infrastruktur ⭐⭐☆☆☆
Landschaft ⭐⭐⭐⭐⭐
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mwolter 2022
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