CALÓ D’EN MONJO – NATURBUCHT MIT LICHT UND VIEL SCHATTEN
Die Caló d’en Monjo liegt zwischen Paguera und Camp de Mar, im Bereich von Cala Fornells.
Landschaftlich ist die Bucht wirklich schön. Pinienwald, Felsen, klares Wasser und eine insgesamt noch relativ naturbelassene Umgebung. Leider stößt diese Badebucht in der Hauptsaison sichtbar an ihre Grenzen.
FAKTEN UND EINDRÜCKE
🌊 Wasser: meist klar und sauber
🏖️ Strandtyp: Kies- und Felsstrand
🌿 Charakter: naturbelassen
👙 Besonderheit: offizieller FKK-Strand
🚗 Mit Auto erreichbar: eingeschränkt
🅿️ Parken: inzwischen großes Problem
🚶 Zugang: je nach Route 20–60 Minuten Fußweg
🌴 Natur: hoch
📸 Fotopotenzial: sehr gut
🤿 Schnorcheln: sehr gut
🏊 Schwimmen: gut möglich
🍴 Infrastruktur: keine
🚿 Duschen/WC: keine
🌊 Überfüllung: im Sommer häufig massiv
☀️ Schatten: ab Mittag relativ viel
🩱 FKK: offiziell erlaubt und verbreitet
LAGE UND CHARAKTER
Die Bucht besitzt eine relativ geschlossene U-Form und wird von mittelhohen Felsen eingerahmt.
Pinien wachsen teilweise bis fast ans Wasser.
Dadurch wirkt die gesamte Umgebung zunächst erstaunlich ursprünglich.
Der eigentliche „Strand“ besteht allerdings überwiegend aus: Kies, Felsen und kleineren Liegeflächen.
Ein klassischer Sandstrand ist die Caló d’en Monjo definitiv nicht. Ab Mittag wandert ein großer Teil der Bucht relativ früh in den Schatten. Gerade außerhalb der Hochsommermonate merkt man das deutlich.
FKK UND ATMOSPHÄRE
Die Caló d’en Monjo gehört offiziell zu den ausgewiesenen FKK-Stränden der Gemeinde Calvià. Die Textilfreiheit beschränkt sich hier nicht nur auf den eigentlichen Strandbereich.
Auch bzw. insbesondere auf den Klippen und im Pinienwald. Sogar direkt entlang der Wanderwege. Das ist für mich beim Joggen regelmäßig etwas befremdlich.
Auch das Nacktbaden ist völlig normal. Das Publikum wirkt insgesamt eher entspannt und ruhig.
Wer mit FKK grundsätzlich Probleme hat, wird sich hier möglicherweise nicht wohlfühlen.
WASSERQUALITÄT UND BADEBEDINGUNGEN
Das Wasser ist typisch für naturbelassene Buchten, klar, sauber und oft relativ ruhig.
Der Untergrund besteht aus Felsen, Kies und teilweise Seegras. Der Einstieg ins Wasser ist deshalb nicht überall angenehm.
Badeschuhe sind definitiv sinnvoll.
Bei Wind kann außerdem erhebliche Bewegung ins Wasser kommen.
Für kleinere Boote ist die Bucht durch die Unterwasserfelsen ebenfalls nicht ganz unkompliziert.
SCHNORCHELN
Zum Schnorcheln eignet sich die Caló d’en Monjo sehr gut.
Die Felsbereiche sorgen für etwas Struktur unter Wasser und die Sicht ist meist ordentlich. Allerdings würde ich die Bucht nicht als absoluten Top-Schnorchelspot einstufen, weil hier einfach zu viele Menschen sind. Dennoch die Bucht kommt nah dran und kommt in meine Aufstellung der Schnorchel-Spots auf Mallorca.
Für eine entspannte Kombination aus Schwimmen, Natur und Schnorcheln funktioniert die Bucht durchaus gut.
👉 Hier findest Du die besten Schnorchelspots von Mallorca.
INFRASTRUKTUR – PRAKTISCH NICHT VORHANDEN
Hier gibt es keine Gastronomie, keine Toiletten, keine Liegen und keinerlei Service.
Das ist echte Natur. Mit allen Vor- und Nachteilen. Wer Komfort sucht, wird hier eher nicht glücklich.

In der kleinen, östlich gelegenen Seitenbucht sind die Überreste eines alten, gemauerten Bootshauses zu finden. Das Rundbogendach ist teilweise eingebrochen. Das macht die Bucht allerdings besonders malerisch.
Zudem befinden sich oberhalb der Bucht kleinere ältere Gebäude, die verschlossen sind. Manchmal war dort Wäsche aufgegangen. Sie sehen so aus, als ob man hier gelegentlich so etwas wie eine Chiringuito betreiben würde. Aber immer wenn ich in der Caló d’en Monjo war, gab es hier keinen Betrieb.
DER WEG ZUR BUCHT
Der Zugang erfolgt zu Fuß über Schotterwege und kleinere Pfade durch den Pinienwald.
Je nach Parksituation kann der Weg sehr unterschiedlich lang werden.
Normalerweise ca. 20 Minuten vom Parkplatz in Cala Fornells aus. Gerade bei Sommerhitze kann der Weg mit Badegepäck, Getränken oder Kindern jedoch ziemlich anstrengend werden. Badelatschen sind nicht optimal, Sandalen oder Senker wären besser.
PARKEN – DAS EIGENTLICHE PROBLEM
Der größte Schwachpunkt der Caló d’en Monjo. Der Parkplatz oft überfüllt. Und dann wird ziemlich wild geparkt.
Bei meinem letzten Besuch im April 2026 war der Parkplatz komplett gesperrt. Gut für die Natur, schlecht für Besucher. Ob er im Sommer wieder geöffnet wird, kann ich nicht beurteilen.
Ausweichlösung 1:
Parken in Paguera (z. B. gegenüber vom Lidl, ehemals Mercadona). Das sind dann zusätzliche 20-30 Minuten Fußweg. Über Straße, aber mit erheblichem Höhenprofil.
Ausweichlösung 2:
Oberhalb von Camp de Mar, Port dem Mar am Straßenrand z.b. Carrer Prunera parken. Von dort aus über den Berg herunter zur Calo den Monjo. Die Strecke ist deutlich kürzer, dafür aber deutlich holpriger. Für Badelatschen völlig ungeeignet.
Für Motorroller sind die Pisten ungeeignet, lediglich Gravelbikes könnten hier wirklich Abhilfe schaffen.
BESUCHER UND REALITÄT IM SOMMER
Die Caló d’en Monjo wird im Internet häufig noch als „Geheimtipp“ bezeichnet. Das ist aus meiner Sicht inzwischen schlicht falsch.
Gerade im Hochsommer ist die Bucht oft deutlich überfüllt. Und leider bleibt teilweise auch Müll zurück. Die begrenzt vorhandenen Mülleimer sind dann auch deutlich zu klein . Die Kapazitätsgrenze dieses kleinen Naturortes wird inzwischen regelmäßig überschritten. Wenn Du gezielt Ruhe suchst. 👉 Hier findest Du ruhige Badebuchten auf Mallorca.
NEBENSAISON – DANN WIRD ES RICHTIG SCHÖN
Außerhalb der Hauptsaison zeigt die Caló d’en Monjo dagegen ihre deutlich schönere Seite. Das Wasser ist vielleicht unruhiger, denn es ist bisweilen sehr windig. Auch liegt der Kiesstrand ab Mittag im Schatten, aber dann ist die Bucht deutlich ruhiger. Dann nimmt man auch die Landschaft besser wahr.
WANDERN RUND UM DIE CALÓ D’EN MONJO
Interessant ist übrigens das gesamte Umfeld auch für kleinere Wanderungen. Der gesamte Wald ist durchzogen von schmalen Wanderwegen, die auf die Anhöhen im Norden führen, aber auch zum Cap Andrixtol im Westen. Für diese Tour reichen auch keine modischen Sneaker mehr, da brauchst Du zumindest Schuhe mit Profil, den die Steigung ist streckenweise nicht schlecht. Oben angekommen findest Du die Torre, aber dann ist das eigentliche Ziel hoch nicht erreicht. Laufe unbedingt noch ca. 500m Richtung Südsüdwest. Dann kommst Du zu einem Aussichtspunkt mit einem beeindruckenden Ausblick.


Nach Westen in die Bucht von Camp de Mar. Nach Osten siehst Du Paguera, Costa de la Calma, Santa Ponca und die Illes des Malgrats. Und noch weiter im Osten, bei guter Sicht die Illa del Toro. Schau Dir das mal auf der Satelitenkarte an.
SATELLITENKARTE / LAGE AUF GOOGLE MAPS
BEWERTUNG
Landschaft: ⭐⭐⭐⭐⭐
Landschaftlich eine der schöneren Naturbuchten im Südwesten.
Wasserqualität: ⭐⭐⭐⭐☆
Meist sauber und klar.
Ruhe: ⭐⭐☆☆☆ im Sommer / ⭐⭐⭐⭐⭐ außerhalb der Saison
Zugang: ⭐☆☆☆☆
Je nach Parksituation mühsam.
Infrastruktur: ☆☆☆☆☆
Praktisch keine Infrastruktur.
Schnorcheln: ⭐⭐⭐⭐☆
Sehr gute Bedingungen, aber nicht außergewöhnlich.
Familienfreundlichkeit: ⭐☆☆☆☆
Eher ungeeignet.
GESAMTBEWERTUNG
⭐⭐⭐☆☆ 3,5 von 5 Sternen
Eine landschaftlich schöne Naturbucht mit viel Potenzial – allerdings inzwischen auch mit deutlichen Problemen.
MEIN FAZIT
Die Caló d’en Monjo ist kein klassischer Badeort.
Sondern eine Naturbucht mit klaren Stärken,aber inzwischen auch klaren Grenzen.
Außerhalb der Saison gefällt mir die Bucht deutlich besser.
Im Hochsommer funktioniert das Gesamtkonzept aus meiner Sicht inzwischen nur noch eingeschränkt.
Wer allerdings ruhige Natur, Felsen, FKK, Schnorcheln und etwas Abenteuer mag, kann hier trotzdem einen sehr schönen Tag verbringen.
BILDERGALERIE
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